Tanzforschung – Balltanz

creanc Tanzschule fuer Balltanz in Dresden - Tanzforschung - Deutsche Quadrille von Amint Freising
Originaltanzbuch mit Quadrille Allemande (Deutsche Quadrille) von Amint Freising - Berlin 1861 aus dem Tanzarchiv von Sylvia Hartung, Dresden

Tanzarchiv der Balltanzschule

Das private Tanzarchiv von Sylvia Hartung besteht aus vollständigen, originalen Tanzbüchern, Kopien von einzelnen originalen Tanzbeschreibungen und eigenen Choreografiesammlungen mit dazugehörigem Notenmaterial und Musikeinspielungen. Die Sammlung in den jeweiligen Landessprachen beinhaltet die Gesellschaftstänze (Balltänze) von 1800 bis 1919 aus Österreich, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Dänemark, den Niederlanden, der Schweiz und Nordamerika sowie teilweise aus Tschechien und Australien.

Alle Tänze und Musik aus unserem Repertoire sind eigene Rekonstruktionen (größtenteils Erstrekonstruktionen) aus den originalen europäischen und nordamerikanischen Tanzbüchern und Notenwerken bzw. aus Kopien der Originale der internationalen Tanzarchive.

Auszug aus dem "Blumentanz" (Blumen Quadrille, Fig. 2) in Handschrift des Choreografen Eduard Reisinger, Wien 1885
Auszug aus dem "Blumentanz" (Blumen Quadrille, Fig. 2) in Handschrift des Choreografen Eduard Reisinger, Wien 1885

Während zu einigen Tänzen des 19. Jahrhunderts jeweils eine spezielle Musik seinerzeit komponiert worden ist,  konnte man andere Tänze und Tanzchoreografien zu verschiedenen Kompositionen genießen. Auch wurde ein Musikwerk für unterschiedliche Tanzchoreografien gern genutzt, insbesondere für verschiedene Quadrille-Choreografien, die dem standartisierten Musik- und Taktsystem folgten.

creanc-Noten
Auszug/ Entwurf: Eduard Strauss - Polka schnell, Wien 1878

Sylvia Hartung erstellt im Ergebnis der Rekonstruktionsarbeit aus den originalen Tanzbeschreibungen für die Teilnehmer der Kurs- und Ballveranstaltungen detaillierte Choreografien und die Musiker der Tanzschule spielen in Zusammenarbeit mit Sylvia die originalen Musikwerke passend zu den Tänzen ein.

Werden neue Choreografien von Sylvia Hartung geschrieben, entstehen sie unter Beibehaltung des Balltanz-Stiles und nach einer präzisen, internationalen Recherche der jeweiligen Tänze in Bezug auf das originale Schrittwerk, Schrittvariationen und Tanzfiguren passend zu den jeweils authentischen Noten der Komponisten des 19. Jahrhunderts.

Unser wertvolles deutsches, europäisches und internationales Kulturgut auf dem Gebiet des Gesellschaftstanzes auch im 21. Jahrhundert zu erhalten ist unsere Herzensangelegenheit.